Mit berechtigtem Stolz kann das Hotel Edelweiss, Rigi Staffelhöhe, auf über 100 Jahre seines Bestehens zurückblicken, haben doch Besitzer, Albert und Doris Egger, die Weichen für das Millenium bereits frühzeitig gestellt. Mit einer neuzeitlichen, verbindlichen Art der Gästebetreuung wird im "Edelweiss" ein Stil gepflegt, wie er für die schweizerische Hotellerie insgesamt anzustreben ist.

Zu einem Zeitpunkt, als sich nach Jahren der Hochkonjunktur im Tourismus allmählich erste rückläufige Bewegungen abzuzeichnen begannen, entschlossen sich Albert und Doris Egger-Gubler unter der Devise "Kopf hoch" zur Flucht nach vorne. In drei Etappen realisierten sie 1990, 1993 und 1995 eine Hotelerweiterung, die bei ihren treuen Gästen, Rigifans und in gastgewerblichen Fachkreisen hohe Anerkennung und Bewunderung gefunden hat.

Offensichtlich war der Gründer des Hotels und Pension Edelweiss, der Weggiser Johann Hofmann, bereits von einem ähnlichen Optimismus getragen, wie er noch heute diesem gastgewerblichen Unternehmen eigen ist. Mit dem Kauf eines Grundstückes auf der Korporationsalp Grat traf er 1906 eine Wahl, die auch heute noch als guter Entscheid zu beurteilen ist. Die Vitznau-Rigi Zahnradbahn verkehrte damals bereits seit 25 Jahren und bot einen direkten Zubringer der Gäste zum "Edelweiss". Kommt dazu, dass Hofmann sein Hotel abseits des Rummels an windgeschützter und aussichtsreicher Südlage erstellen konnte. Ein Ort, der das ungeteilt Lob der Gäste findet; es wird sogar vom schönsten Platz auf der Rigi gesprochen. Das von Johann Hofmann erbaute Hotel Edelweiss war anfangs ein sehr schlichter, zweigeschossiger Holzbau, zusätzlich dem ausgebauten Dachgeschoss. Eine gegen die Bahntrasse orientierte Anschrift an der Hausfront empfahl das Gasthaus als Hotel-Pension. 1560 m hoch gelegen, verfügte das Haus über 24 Gästebetten. Als Hoteltarif wurden für die Übernachtung 1.50 Franken oder für Vollpension 7 Franken berechnet.

Nach dem Hinschied des Hotelgründers Johann Hofmann, der in Weggis "Mätteli-Hans" genannt wurde, übernahmen Theo Hofmann und seine Gattin Elisa Egger (geborene Grindelwaldnerin) 1911 das "Edelweiss" ihres Vaters. Sie ergänzten ihr Angebot noch durch ein Heulager für 100 Personen. Ein halbes Jahrhundert führten die Familien Hofmann das Hotel, dessen schöne Aussichtslage mit zum Ruf der Rigi als "Königin der Berge" beigetragen haben dürfte. 1956 ging das Hotel von Onkel Theo Hofmann an Albert und Elsi Egger-Hagmann über, die das bereits bestbekannte Haus erfolgreich weiterführten und es 1977 an ihren Sohn Albert und dessen Gattin Doris Egger-Gubler in Pacht gaben, die es bereits 1986 käuflich erwerben konnten und auch heute noch selber führen. Ausser eine Zeitspanne von 1950 bis 1956, als Hofmanns das "Edelweiss" an Toni Dolder verpachtet hatten, ist das Hotel bis heute stets in Familienbesitz geblieben und geführt worden.

Im Verlauf der Jahrzehnte hat das Gasthaus auf Rigi Staffelhöhe verschiedene bauliche Ergänzungen erfahren. Bereits im Jahre der Übernahme von ihrem Vater liessen im Jahre 1986 Albert und Doris Egger-Gubler das Hotel sanft renovieren. Zugleich wurde die Infrastruktur auf den Stand eines *** Hotels gehoben. Die räumliche Atmosphäre des Restaurant und Speisesaals wurden den heutigen Anforderungen angepasst. Nordseits erhielt das Hotel einen separaten Eingang, der direkt zur neuen Rezeption führt. Diese Umbauten von 1986 bildeten die Basis für den Übergang zu einem stark modernisierten Hotel- und Restaurantbetrieb, der den gehobenen Ansprüchen der heutigen Zeit entspricht.

Ein entscheidender Schritt folgte bereits 1990, als mit dem stattlichen Neubau "Alpenblick", in baulicher Verbindung mit dem Altbau eine bedeutende Hotelerweiterung erfolgte. Mit seinem ausgewogenen Projekt im "Chaletstil" fanden Architekt Max Duvoisin, Littau, und seine Bauherrschaft eine gediegene, "rigi-freundliche" Lösung für den Neubau mit seinem kräftig ausladenden Satteldach. Der Vorplatz des bestehenden Terrassenrestaurants konnte, geschickt vergrössert, in die neue Situation eingebunden werden. Das "Edelweiss" konnte die Zahl seiner komfortablen Gästezimmer, Balkonzimmer mit schönster Aussichtslage zum Panorama auf Berge und Seen, erhöhen. Im Erdgeschoss des Traktes "Alpenblick" ergaben sich jene Räumlichkeiten, die Voraussetzung für Seminare, Bankettsäle und heimelige Aufenthaltsräume bieten. Dabei sind die freundliche Atmosphäre des Hauses, die gepflegte Küche, wie eben jene Aufmerksamkeiten, die jenen Hotels eigen sind, in denen die Betriebsleitung "in den Händen" der Besitzerschaft liegen, zu erwähnen.

1993 rückten erneut Baumaschinen auf der Staffelhöhe an. Dies als Zeichen, dass wenige Jahre zuvor gemachte, grosse Investitionen Früchte getragen haben. Wiederum unter Beizug des Architekten Max Duvoisin wurde der Trakt "Alpenblick-West" gebaut. Vom Trakt "Alpenblick" leicht bergwärts zurückversetzt und ebenfalls im Chaletstil, wurde eine in sich geschlossene und doch aufgelockert wirkende Baugruppe des Hotel Edelweiss erzielt. Das Hotel verfügt damit über 27 Zimmer, 1 Suite und 50 Betten. Dies ist ein Angebot, das in Erwägung der verschiedenen Eigenveranstaltungen der engagierten Hoteliersfamilie einem echten, gestiegenen Bedürfnis entgegen kommt.

Grad so, als gelte es, unter die angeführten Neubauten noch einen markanten Schlusspunkt zu setzten, erfolgte 1995 die Realisierung des "AlpStubli" als gefällige, eingeschossige Holzbaute. Freistehend, etwas tiefer liegend zu den Hotelbauten, nimmt sich das "AlpStubli" als Bijou aus. Bei geschlossenen Gesellschaften, Hochzeiten und anderen Anlässen dürfte die Alpstube, berechnet für ca. 60 Personen, ihre Anziehungskraft nicht verfehlen.

Und nun zum Millenium, ganz neu, konnte der "Edelweiss-Wellness-Garten" eröffnet werden.

Nicht eine Beauty-Farm, sondern ein Wintergarten mit herrlichem, einzigartigen Panoramablick, Kneippbecken in echtem Rigi-Nagelfluh und einem Heubad mit biologischem Rigiheu von den nahen Wiesen.

Das Königreich für Leib und Seele!